Orgelmusik kann Menschen zum Staunen, Schweigen und Beten bringen, sie kann Jubel und Freude unterstützen und Trauer ausdrücken. Steht sie in einem besonderen Raum, wie etwa im Mainzer Dom, ermöglicht ihr Spiel eine wirklich ganzheitliche Erfahrung, die den Menschen mit allen Sinnen ergreift und für Gottes Gegenwart öffnet.

 

Bischof Kohlgraf

 

 

Im Mainzer Dom erklingt bereits seit sieben Jahrhunderten Orgelmusik zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes, nun ist ein Domorgelneubau dringend notwendig geworden. Um dabei die Qualität des Instruments mit der kunsthistorischen und liturgischen Bedeutung der altehrwürdigen Jahrtausendkathedrale in Einklang bringen zu können, haben Spezialisten verschiedener Disziplinen seit vielen Jahren über einen Neubau der Domorgelanlage nachgedacht. Nach zahlreichen Entwürfen, Symposien, Akustikgutachten, Klangproben und mehrstufigen Wettbewerben konnte sich schließlich das Konsortium der international renommierten Orgelbauwerkstätten Rieger (Vorarlberg/Österreich) und Goll (Luzern/Schweiz) durchsetzen.

Bereits um 1630, als es nachweislich vier Orgeln an unterschiedlichen Stellen des Domes gab, wusste man, dass eine Beschallung des doppelchörigen, fünfschiffigen Martinsdoms von lediglich einem Standort aus nicht zufriedenstellend möglich sein kann. Folgerichtig sieht auch das sukzessive Erneuerungskonzept ein mehrteiliges Orgelwerk an den Standorten Westchor, Marienkapelle und Ostchor unter Wiederverwendung des erhaltenen Registerbestands der Domorgel von 1928 und Aufgabe der Erweiterungsbauten der 1960er Jahre vor. Durch klare Zuweisungen von Anforderungs- und Aufgabenprofilen haben sich ferner Dispositionen für gleichsam starke wie unterschiedliche musikalische Charaktere ergeben, die sich zugleich für das raumfüllende Ganze in idealer Weise zu ergänzen wissen.

So wird es erstmalig in der tausendjährigen Geschichte des Mainzer Doms möglich sein, eine optimale Führung des Gemeindegesangs zu gewährleisten, die traditionsreichen Domchöre kompromisslos zu unterstützen und das Stundengebet im Ostchor würdig gestalten zu können. Auch für literarisches Orgelspiel und Improvisation unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung werden ideale Voraussetzungen geschaffen: Im Zusammenspiel der Orgeltrias wird ein Orgelklang erlebbar sein, der an Farbenreichtum international seines Gleichen sucht, der der musikalischen Vorbildfunktion der Mutterkirche des altehrwürdigen (Erz-) Bistums Mainz gerecht werden kann und der die „Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ (Vaticanum II) vermag. Ein Jahrhundertprojekt, das Sie mitgestalten können: Werden Sie Pate!

...zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Wendelin Eberle, Fa. Rieger

 

Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Bissingen (Württemberg) lernt 1853–58 das Orgelbauhandwerk bei seinem Bruder Christoph Ludwig Goll in Kirchheim u. Teck. Nach seinen Wanderjahren u.a. in Paris und England arbeitet er bei Friedrich Haas, einem der bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. 1868 übernimmt Friedrich Goll die Haas’sche Werk- statt in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichen eine kontinuierliche Vergrösserung des Betriebes bis auf ca. 70 Angestellte (um 1910). Bis 1895 werden mechanische Kegelladen gebaut, danach pneumatische Systeme nach eigenem Patent. 1905 übernehmen die Söhne Karl und Paul das Geschäft und führen es durch eine bewegte Zeit bis zum international gefeierten Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg (IV, 135 Reg., 1926). 1928 wird die Aktiengesellschaft gegründet mit den Teilhabern Paul Goll (techn. Direktor) und dem Intonateur Wilhelm Lackner. 1955 stirbt Paul, sein Sohn Friedrich steigt in dritter Generation in die Fussstapfen seines Vaters. Nach dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll übernehmen Beat Grenacher und Jakob Schmidt 1972 die traditionsreiche Luzerner Orgelbaufirma. Beat Grenacher widmet sich dem klanglichen Bereich von der Mensurierung bis zur Intonation. Mit langjähriger Erfahrung und minutiösem handwerklichem Geschick gelingt es immer wieder, die einzelnen Klangnuancen des Instruments an die Gegebenheiten des Raumes anzupassen und ein in sich geschlossenes Klangbild zu erschaffen. Jakob Schmidt ist der Entwerfer und Konstrukteur mit feinsinnigem Gespür für die Proportionen und übersprudelnder Phantasie für spannungsvolle Orgelprospekte. Oberstes Ziel ist es, den Orgelspielern ein Höchstmass an Sensibilität für eine differenzierte Spielart zu ermöglichen. Durch Studien an historischen Instrumenten und Weiterentwicklungen von verschiedenen Einzelteilen wird eine rein mechanische Tontraktur auch bei großen Instrumenten (bis ca. 65 Register) und höchsten Qualitätsanforderungen realisierbar. Im Frühling 1998 stirbt Jakob Schmidt nach schwerer Krankheit. Ab 1999 sind Beat Grenacher und Simon Hebeisen Geschäftspartner des Betriebs mit 15 Mitarbeitern. Simon Hebeisen kehrt nach seinen Wanderjahren und einer Innenarchitektur-Zusatzausbildung zurück in die Lehrfirma und widmet sich seither hauptsächlich den Bereichen Konzeption, Prospektentwurf und Detailgestaltung der Instrumente. Seit 2009 wirkt Beat Grenacher eher im Hintergrund und steuert seine reiche Erfahrung im Bereich der Mensuration und Intonation bei, während Simon Hebeisen den Betrieb leitet. Als Lehrbeauftragter an der Schweizerischen Fachschule für Orgelbau und Experte bei den Lehrabschlussprüfungen engagiert er sich für die Ausbildung von jungen Orgelbauern und wirkt als Dozent an den Musikhochschulen Zürich und Luzern (Fach Orgelkunde). Während den letzten gut 40 Jahren haben über 90 Instrumente die Luzerner Werkstatt verlassen, vom transportablen Continuo-Positiv bis zur viermanualigen Konzertsaal-Orgel. Neben dem Neubaubereich gehören Unterhalt und Stimmungen von gut 250 Instrumenten ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln. 2018 feierte Orgelbau Goll das 150-jährige Firmen-Jubiläum.

 

ORGELBAU GOLL AG

Simon Hebeisen

Tribschenstrasse 30

CH-6005 Luzern/Schweiz

www.goll-orgel.ch

 

 

Die Firma Rieger-Orgelbau ist eine der ältesten durchgehend aktiven Orgelbaufirmen weltweit und kann mittlerweile auf eine 170-jährige Tradition zurückblicken und, damit verbunden, auf reiche Erfahrung bauen. Während dieser langen Zeit haben mehr als 2000 Instrumente unterschiedlicher Art und Größe die Firma verlassen, und viele davon finden sich in prominenten Kathedralen, Kirchen, Konzerthallen, Konservatorien und Musikhochschulen auf der ganzen Welt wieder. Die Firma wurde 1845 von Franz Rieger im vormaligen Jägerndorf (heute Krnov in der Tschechischen Republik) gegründet und war bis 1924 über drei Generationen im Besitz der Familie Rieger. Nach dem unverhofften Tod von Otto Rieger übernahm der damalige Betriebsleiter Josef von Glatter Götz die Leitung der Geschäfte. Nach den Wirren des Krieges und der damit verbundenen Vertreibung und Enteignung im Jahre 1946 ließen sich die Firmenleitung und eine Handvoll Mitarbeiter in Schwarzach im Westen Österreichs nieder, wo sie unter sehr eingeschränkten Bedingungen wieder mit dem Bau und der Restauration von Orgeln begannen. Nach drei Generationen im Familienbesitz Glatter-Götz übernahm abermals der Betriebsleiter die Firma, dieses Mal in der Person von Orgelbaumeister Wendelin Eberle, der seit dem Jahre 2003 die Geschäfte der Firma lenkt. In dieser Zeit konnte der Belegschaftsstand relativ konstant zwischen 48 und 50 Mitarbeitern gehalten werden. Aktuell beschäftigt die Firma Rieger sogar 60 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma vor 170 Jahren hat sich die Kunst und der Stil Orgeln zu bauen mehrfach verändert und wurde immer wieder dem musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Das gilt auch für die Instrumente unseres Hauses. Einige Aspekte haben sich aber über die ganze Zeit gehalten, wie z.B. die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, aber auch die Tatsache, dass Rieger sich immer sehr innovativ bei technischen Entwicklungen gezeigt hat, ja nicht selten sogar führend darin war. Diese Tradition wird auch heute noch fortgeführt und spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des eigenen elektrischen Setzersystems für Orgeln wieder, dem sogenannten REA-System (Rieger Electronic Assistant). Als wohl eine der ganz wenigen Firmen weltweit kann Rieger somit auf eine hauseigene Fertigungstiefe von annähernd 100% verweisen. Neben einer größeren Anzahl von kleineren und mittelgroßen Orgelprojekten unterschiedlichster Stilistik war es uns gegönnt, unser Können und unsere künstlerische Qualität auch bei einigen der wichtigsten großen internationalen Orgelprojekte der letzten Jahre unter Beweis stellen zu dürfen. So z.B. im Dom St. Peter zu Regensburg, im Hohen Dom zu Essen, in der staatlichen Philharmonie Bratislava, im Musikverein Wien (Goldener Saal), in der Sungrak Church in Seoul oder in der St. Michaelskirche in München. Die eben erst geweihten Orgeln in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Basilika of all Nations in Gethsemane sowie die derzeit im Bau befindliche Orgel für die neue Philharmonie de Paris führen diesen Weg konsequent weiter. Nun aber zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Rieger-Orgelbau

Wendelin Eberle

Hofsteigstraße 120

A-6858 Schwarzach/Österreich

www.rieger-orgelbau.com

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Telefon: +49 (0) 6131 253474

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SEKRETARIAT DOMMUSIK

RICARDA DÖHR

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Orgelmusik kann Menschen zum Staunen, Schweigen und Beten bringen, sie kann Jubel und Freude unterstützen und Trauer ausdrücken. Steht sie in einem besonderen Raum, wie etwa im Mainzer Dom, ermöglicht ihr Spiel eine wirklich ganzheitliche Erfahrung, die den Menschen mit allen Sinnen ergreift und für Gottes Gegenwart öffnet.

 

Bischof Kohlgraf

 

 

Im Mainzer Dom erklingt bereits seit sieben Jahrhunderten Orgelmusik zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes, nun ist ein Domorgelneubau dringend notwendig geworden. Um dabei die Qualität des Instruments mit der kunsthistorischen und liturgischen Bedeutung der altehrwürdigen Jahrtausendkathedrale in Einklang bringen zu können, haben Spezialisten verschiedener Disziplinen seit vielen Jahren über einen Neubau der Domorgelanlage nachgedacht. Nach zahlreichen Entwürfen, Symposien, Akustikgutachten, Klangproben und mehrstufigen Wettbewerben konnte sich schließlich das Konsortium der international renommierten Orgelbauwerkstätten Rieger (Vorarlberg/Österreich) und Goll (Luzern/Schweiz) durchsetzen.

Bereits um 1630, als es nachweislich vier Orgeln an unterschiedlichen Stellen des Domes gab, wusste man, dass eine Beschallung des doppelchörigen, fünfschiffigen Martinsdoms von lediglich einem Standort aus nicht zufriedenstellend möglich sein kann. Folgerichtig sieht auch das sukzessive Erneuerungskonzept ein mehrteiliges Orgelwerk an den Standorten Westchor, Marienkapelle und Ostchor unter Wiederverwendung des erhaltenen Registerbestands der Domorgel von 1928 und Aufgabe der Erweiterungsbauten der 1960er Jahre vor. Durch klare Zuweisungen von Anforderungs- und Aufgabenprofilen haben sich ferner Dispositionen für gleichsam starke wie unterschiedliche musikalische Charaktere ergeben, die sich zugleich für das raumfüllende Ganze in idealer Weise zu ergänzen wissen.

So wird es erstmalig in der tausendjährigen Geschichte des Mainzer Doms möglich sein, eine optimale Führung des Gemeindegesangs zu gewährleisten, die traditionsreichen Domchöre kompromisslos zu unterstützen und das Stundengebet im Ostchor würdig gestalten zu können. Auch für literarisches Orgelspiel und Improvisation unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung werden ideale Voraussetzungen geschaffen: Im Zusammenspiel der Orgeltrias wird ein Orgelklang erlebbar sein, der an Farbenreichtum international seines Gleichen sucht, der der musikalischen Vorbildfunktion der Mutterkirche des altehrwürdigen (Erz-) Bistums Mainz gerecht werden kann und der die „Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ (Vaticanum II) vermag. Ein Jahrhundertprojekt, das Sie mitgestalten können: Werden Sie Pate!

...zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Wendelin Eberle, Fa. Rieger

 

Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Bissingen (Württemberg) lernt 1853–58 das Orgelbauhandwerk bei seinem Bruder Christoph Ludwig Goll in Kirchheim u. Teck. Nach seinen Wanderjahren u.a. in Paris und England arbeitet er bei Friedrich Haas, einem der bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. 1868 übernimmt Friedrich Goll die Haas’sche Werkstatt in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichen eine kontinuierliche Vergrößerung des Betriebes bis auf ca. 70 Angestellte (um 1910). Bis 1895 werden mechanische Kegelladen gebaut, danach pneumatische Systeme nach eigenem Patent. 1905 übernehmen die Söhne Karl und Paul das Geschäft und führen es durch eine bewegte Zeit bis zum international gefeierten Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg (IV, 135 Reg., 1926). 1928 wird die Aktiengesellschaft gegründet mit den Teilhabern Paul Goll (techn. Direktor) und dem Intonateur Wilhelm Lackner. 1955 stirbt Paul, sein Sohn Friedrich steigt in dritter Generation in die Fussstapfen seines Vaters. Nach dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll übernehmen Beat Grenacher und Jakob Schmidt 1972 die traditionsreiche Luzerner Orgelbaufirma. Beat Grenacher widmet sich dem klanglichen Bereich von der Mensurierung bis zur Intonation. Mit langjähriger Erfahrung und minutiösem handwerklichem Geschick gelingt es immer wieder, die einzelnen Klangnuancen des Instruments an die Gegebenheiten des Raumes anzupassen und ein in sich geschlossenes Klangbild zu erschaffen. Jakob Schmidt ist der Entwerfer und Konstrukteur mit feinsinnigem Gespür für die Proportionen und übersprudelnder Phantasie für spannungsvolle Orgelprospekte. Oberstes Ziel ist es, den Orgelspielern ein Höchstmass an Sensibilität für eine differenzierte Spielart zu ermöglichen. Durch Studien an historischen Instrumenten und Weiterentwicklungen von verschiedenen Einzelteilen wird eine rein mechanische Tontraktur auch bei großen Instrumenten (bis ca. 65 Register) und höchsten Qualitätsanforderungen realisierbar. Im Frühling 1998 stirbt Jakob Schmidt nach schwerer Krankheit. Ab 1999 sind Beat Grenacher und Simon Hebeisen Geschäftspartner des Betriebs mit 15 Mitarbeitern. Simon Hebeisen kehrt nach seinen Wanderjahren und einer Innenarchitektur-Zusatzausbildung zurück in die Lehrfirma und widmet sich seither hauptsächlich den Bereichen Konzeption, Prospektentwurf und Detailgestaltung der Instrumente. Seit 2009 wirkt Beat Grenacher eher im Hintergrund und steuert seine reiche Erfahrung im Bereich der Mensuration und Intonation bei, während Simon Hebeisen den Betrieb leitet. Als Lehrbeauftragter an der Schweizerischen Fachschule für Orgelbau und Experte bei den Lehrabschlussprüfungen engagiert er sich für die Ausbildung von jungen Orgelbauern und wirkt als Dozent an den Musikhochschulen Zürich und Luzern (Fach Orgelkunde). Während den letzten gut 40 Jahren haben über 90 Instrumente die Luzerner Werkstatt verlassen, vom transportablen Continuo-Positiv bis zur viermanualigen Konzertsaal-Orgel. Neben dem Neubaubereich gehören Unterhalt und Stimmungen von gut 250 Instrumenten ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln. 2018 feierte Orgelbau Goll das 150-jährige Firmen-Jubiläum.

 

ORGELBAU GOLL AG

Simon Hebeisen

Tribschenstrasse 30

CH-6005 Luzern/Schweiz

www.goll-orgel.ch

 

 

Die Firma Rieger-Orgelbau ist eine der ältesten durchgehend aktiven Orgelbaufirmen weltweit und kann mittlerweile auf eine 170-jährige Tradition zurückblicken und, damit verbunden, auf reiche Erfahrung bauen. Während dieser langen Zeit haben mehr als 2000 Instrumente unterschiedlicher Art und Größe die Firma verlassen, und viele davon finden sich in prominenten Kathedralen, Kirchen, Konzerthallen, Konservatorien und Musikhochschulen auf der ganzen Welt wieder. Die Firma wurde 1845 von Franz Rieger im vormaligen Jägerndorf (heute Krnov in der Tschechischen Republik) gegründet und war bis 1924 über drei Generationen im Besitz der Familie Rieger. Nach dem unverhofften Tod von Otto Rieger übernahm der damalige Betriebsleiter Josef von Glatter Götz die Leitung der Geschäfte. Nach den Wirren des Krieges und der damit verbundenen Vertreibung und Enteignung im Jahre 1946 ließen sich die Firmenleitung und eine Handvoll Mitarbeiter in Schwarzach im Westen Österreichs nieder, wo sie unter sehr eingeschränkten Bedingungen wieder mit dem Bau und der Restauration von Orgeln begannen. Nach drei Generationen im Familienbesitz Glatter-Götz übernahm abermals der Betriebsleiter die Firma, dieses Mal in der Person von Orgelbaumeister Wendelin Eberle, der seit dem Jahre 2003 die Geschäfte der Firma lenkt. In dieser Zeit konnte der Belegschaftsstand relativ konstant zwischen 48 und 50 Mitarbeitern gehalten werden. Aktuell beschäftigt die Firma Rieger sogar 60 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma vor 170 Jahren hat sich die Kunst und der Stil Orgeln zu bauen mehrfach verändert und wurde immer wieder dem musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Das gilt auch für die Instrumente unseres Hauses. Einige Aspekte haben sich aber über die ganze Zeit gehalten, wie z.B. die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, aber auch die Tatsache, dass Rieger sich immer sehr innovativ bei technischen Entwicklungen gezeigt hat, ja nicht selten sogar führend darin war. Diese Tradition wird auch heute noch fortgeführt und spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des eigenen elektrischen Setzersystems für Orgeln wieder, dem sogenannten REA-System (Rieger Electronic Assistant). Als wohl eine der ganz wenigen Firmen weltweit kann Rieger somit auf eine hauseigene Fertigungstiefe von annähernd 100% verweisen. Neben einer größeren Anzahl von kleineren und mittelgroßen Orgelprojekten unterschiedlichster Stilistik war es uns gegönnt, unser Können und unsere künstlerische Qualität auch bei einigen der wichtigsten großen internationalen Orgelprojekte der letzten Jahre unter Beweis stellen zu dürfen. So z.B. im Dom St. Peter zu Regensburg, im Hohen Dom zu Essen, in der staatlichen Philharmonie Bratislava, im Musikverein Wien (Goldener Saal), in der Sungrak Church in Seoul oder in der St. Michaelskirche in München. Die eben erst geweihten Orgeln in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Basilika of all Nations in Gethsemane sowie die derzeit im Bau befindliche Orgel für die neue Philharmonie de Paris führen diesen Weg konsequent weiter. Nun aber zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Rieger-Orgelbau

Wendelin Eberle

Hofsteigstraße 120

A-6858 Schwarzach/Österreich

www.rieger-orgelbau.com

Im Mainzer Dom erklingt bereits seit sieben Jahrhunderten Orgelmusik zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes, nun ist ein Domorgelneubau dringend notwendig geworden. Um dabei die Qualität des Instruments mit der kunsthistorischen und liturgischen Bedeutung der altehrwürdigen Jahrtausendkathedrale in Einklang bringen zu können, haben Spezialisten verschiedener Disziplinen seit vielen Jahren über einen Neubau der Domorgelanlage nachgedacht. Nach zahlreichen Entwürfen, Symposien, Akustikgutachten, Klangproben und mehrstufigen Wettbewerben konnte sich schließlich das Konsortium der international renommierten Orgelbauwerkstätten Rieger (Vorarlberg/Österreich) und Goll (Luzern/Schweiz) durchsetzen.

Bereits um 1630, als es nachweislich vier Orgeln an unterschiedlichen Stellen des Domes gab, wusste man, dass eine Beschallung des doppelchörigen, fünfschiffigen Martinsdoms von lediglich einem Standort aus nicht zufriedenstellend möglich sein kann. Folgerichtig sieht auch das sukzessive Erneuerungskonzept ein mehrteiliges Orgelwerk an den Standorten Westchor, Marienkapelle und Ostchor unter Wiederverwendung des erhaltenen Registerbestands der Domorgel von 1928 und Aufgabe der Erweiterungsbauten der 1960er Jahre vor. Durch klare Zuweisungen von Anforderungs- und Aufgabenprofilen haben sich ferner Dispositionen für gleichsam starke wie unterschiedliche musikalische Charaktere ergeben, die sich zugleich für das raumfüllende Ganze in idealer Weise zu ergänzen wissen.

So wird es erstmalig in der tausendjährigen Geschichte des Mainzer Doms möglich sein, eine optimale Führung des Gemeindegesangs zu gewährleisten, die traditionsreichen Domchöre kompromisslos zu unterstützen und das Stundengebet im Ostchor würdig gestalten zu können. Auch für literarisches Orgelspiel und Improvisation unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung werden ideale Voraussetzungen geschaffen: Im Zusammenspiel der Orgeltrias wird ein Orgelklang erlebbar sein, der an Farbenreichtum international seines Gleichen sucht, der der musikalischen Vorbildfunktion der Mutterkirche des altehrwürdigen (Erz-) Bistums Mainz gerecht werden kann und der die „Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ (Vaticanum II) vermag. Ein Jahrhundertprojekt, das Sie mitgestalten können: Werden Sie Pate!

Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Bissingen (Württemberg) lernt 1853–58 das Orgelbauhandwerk bei seinem Bruder Christoph Ludwig Goll in Kirchheim u. Teck. Nach seinen Wanderjahren u.a. in Paris und England arbeitet er bei Friedrich Haas, einem der bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. 1868 übernimmt Friedrich Goll die Haas’sche Werk- statt in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichen eine kontinuierliche Vergrösserung des Betriebes bis auf ca. 70 Angestellte (um 1910). Bis 1895 werden mechanische Kegelladen gebaut, danach pneumatische Systeme nach eigenem Patent. 1905 übernehmen die Söhne Karl und Paul das Geschäft und führen es durch eine bewegte Zeit bis zum international gefeierten Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg (IV, 135 Reg., 1926). 1928 wird die Aktiengesellschaft gegründet mit den Teilhabern Paul Goll (techn. Direktor) und dem Intonateur Wilhelm Lackner. 1955 stirbt Paul, sein Sohn Friedrich steigt in dritter Generation in die Fussstapfen seines Vaters. Nach dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll übernehmen Beat Grenacher und Jakob Schmidt 1972 die traditionsreiche Luzerner Orgelbaufirma. Beat Grenacher widmet sich dem klanglichen Bereich von der Mensurierung bis zur Intonation. Mit langjähriger Erfahrung und minutiösem handwerklichem Geschick gelingt es immer wieder, die einzelnen Klangnuancen des Instruments an die Gegebenheiten des Raumes anzupassen und ein in sich geschlossenes Klangbild zu erschaffen. Jakob Schmidt ist der Entwerfer und Konstrukteur mit feinsinnigem Gespür für die Proportionen und übersprudelnder Phantasie für spannungsvolle Orgelprospekte. Oberstes Ziel ist es, den Orgelspielern ein Höchstmass an Sensibilität für eine differenzierte Spielart zu ermöglichen. Durch Studien an historischen Instrumenten und Weiterentwicklungen von verschiedenen Einzelteilen wird eine rein mechanische Tontraktur auch bei großen Instrumenten (bis ca. 65 Register) und höchsten Qualitätsanforderungen realisierbar. Im Frühling 1998 stirbt Jakob Schmidt nach schwerer Krankheit. Ab 1999 sind Beat Grenacher und Simon Hebeisen Geschäftspartner des Betriebs mit 15 Mitarbeitern. Simon Hebeisen kehrt nach seinen Wanderjahren und einer Innenarchitektur-Zusatzausbildung zurück in die Lehrfirma und widmet sich seither hauptsächlich den Bereichen Konzeption, Prospektentwurf und Detailgestaltung der Instrumente. Seit 2009 wirkt Beat Grenacher eher im Hintergrund und steuert seine reiche Erfahrung im Bereich der Mensuration und Intonation bei, während Simon Hebeisen den Betrieb leitet. Als Lehrbeauftragter an der Schweizerischen Fachschule für Orgelbau und Experte bei den Lehrabschlussprüfungen engagiert er sich für die Ausbildung von jungen Orgelbauern und wirkt als Dozent an den Musikhochschulen Zürich und Luzern (Fach Orgelkunde). Während den letzten gut 40 Jahren haben über 90 Instrumente die Luzerner Werkstatt verlassen, vom transportablen Continuo-Positiv bis zur viermanualigen Konzertsaal-Orgel. Neben dem Neubaubereich gehören Unterhalt und Stimmungen von gut 250 Instrumenten ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln. 2018 feierte Orgelbau Goll das 150-jährige Firmen-Jubiläum.

 

ORGELBAU GOLL AG

Simon Hebeisen

Tribschenstrasse 30

CH-6005 Luzern/Schweiz

www.goll-orgel.ch

Die Firma Rieger-Orgelbau ist eine der ältesten durchgehend aktiven Orgelbaufirmen weltweit und kann mittlerweile auf eine 170-jährige Tradition zurückblicken und, damit verbunden, auf reiche Erfahrung bauen. Während dieser langen Zeit haben mehr als 2000 Instrumente unterschiedlicher Art und Größe die Firma verlassen, und viele davon finden sich in prominenten Kathedralen, Kirchen, Konzerthallen, Konservatorien und Musikhochschulen auf der ganzen Welt wieder. Die Firma wurde 1845 von Franz Rieger im vormaligen Jägerndorf (heute Krnov in der Tschechischen Republik) gegründet und war bis 1924 über drei Generationen im Besitz der Familie Rieger. Nach dem unverhofften Tod von Otto Rieger übernahm der damalige Betriebsleiter Josef von Glatter Götz die Leitung der Geschäfte. Nach den Wirren des Krieges und der damit verbundenen Vertreibung und Enteignung im Jahre 1946 ließen sich die Firmenleitung und eine Handvoll Mitarbeiter in Schwarzach im Westen Österreichs nieder, wo sie unter sehr eingeschränkten Bedingungen wieder mit dem Bau und der Restauration von Orgeln begannen. Nach drei Generationen im Familienbesitz Glatter-Götz übernahm abermals der Betriebsleiter die Firma, dieses Mal in der Person von Orgelbaumeister Wendelin Eberle, der seit dem Jahre 2003 die Geschäfte der Firma lenkt. In dieser Zeit konnte der Belegschaftsstand relativ konstant zwischen 48 und 50 Mitarbeitern gehalten werden. Aktuell beschäftigt die Firma Rieger sogar 60 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma vor 170 Jahren hat sich die Kunst und der Stil Orgeln zu bauen mehrfach verändert und wurde immer wieder dem musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Das gilt auch für die Instrumente unseres Hauses. Einige Aspekte haben sich aber über die ganze Zeit gehalten, wie z.B. die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, aber auch die Tatsache, dass Rieger sich immer sehr innovativ bei technischen Entwicklungen gezeigt hat, ja nicht selten sogar führend darin war. Diese Tradition wird auch heute noch fortgeführt und spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des eigenen elektrischen Setzersystems für Orgeln wieder, dem sogenannten REA-System (Rieger Electronic Assistant). Als wohl eine der ganz wenigen Firmen weltweit kann Rieger somit auf eine hauseigene Fertigungstiefe von annähernd 100% verweisen. Neben einer größeren Anzahl von kleineren und mittelgroßen Orgelprojekten unterschiedlichster Stilistik war es uns gegönnt, unser Können und unsere künstlerische Qualität auch bei einigen der wichtigsten großen internationalen Orgelprojekte der letzten Jahre unter Beweis stellen zu dürfen. So z.B. im Dom St. Peter zu Regensburg, im Hohen Dom zu Essen, in der staatlichen Philharmonie Bratislava, im Musikverein Wien (Goldener Saal), in der Sungrak Church in Seoul oder in der St. Michaelskirche in München. Die eben erst geweihten Orgeln in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Basilika of all Nations in Gethsemane sowie die derzeit im Bau befindliche Orgel für die neue Philharmonie de Paris führen diesen Weg konsequent weiter. Nun aber zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Rieger-Orgelbau

Wendelin Eberle

Hofsteigstraße 120

A-6858 Schwarzach/Österreich

www.rieger-orgelbau.com

Im Mainzer Dom erklingt bereits seit sieben Jahrhunderten Orgelmusik zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes, nun ist ein Domorgelneubau dringend notwendig geworden. Um dabei die Qualität des Instruments mit der kunsthistorischen und liturgischen Bedeutung der altehrwürdigen Jahrtausendkathedrale in Einklang bringen zu können, haben Spezialisten verschiedener Disziplinen seit vielen Jahren über einen Neubau der Domorgelanlage nachgedacht. Nach zahlreichen Entwürfen, Symposien, Akustikgutachten, Klangproben und mehrstufigen Wettbewerben konnte sich schließlich das Konsortium der international renommierten Orgelbauwerkstätten Rieger (Vorarlberg/Österreich) und Goll (Luzern/Schweiz) durchsetzen.

Bereits um 1630, als es nachweislich vier Orgeln an unterschiedlichen Stellen des Domes gab, wusste man, dass eine Beschallung des doppelchörigen, fünfschiffigen Martinsdoms von lediglich einem Standort aus nicht zufriedenstellend möglich sein kann. Folgerichtig sieht auch das sukzessive Erneuerungskonzept ein mehrteiliges Orgelwerk an den Standorten Westchor, Marienkapelle und Ostchor unter Wiederverwendung des erhaltenen Registerbestands der Domorgel von 1928 und Aufgabe der Erweiterungsbauten der 1960er Jahre vor. Durch klare Zuweisungen von Anforderungs- und Aufgabenprofilen haben sich ferner Dispositionen für gleichsam starke wie unterschiedliche musikalische Charaktere ergeben, die sich zugleich für das raumfüllende Ganze in idealer Weise zu ergänzen wissen.

So wird es erstmalig in der tausendjährigen Geschichte des Mainzer Doms möglich sein, eine optimale Führung des Gemeindegesangs zu gewährleisten, die traditionsreichen Domchöre kompromisslos zu unterstützen und das Stundengebet im Ostchor würdig gestalten zu können. Auch für literarisches Orgelspiel und Improvisation unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung werden ideale Voraussetzungen geschaffen: Im Zusammenspiel der Orgeltrias wird ein Orgelklang erlebbar sein, der an Farbenreichtum international seines Gleichen sucht, der der musikalischen Vorbildfunktion der Mutterkirche des altehrwürdigen (Erz-) Bistums Mainz gerecht werden kann und der die „Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ (Vaticanum II) vermag. Ein Jahrhundertprojekt, das Sie mitgestalten können: Werden Sie Pate!

Die Firma Rieger-Orgelbau ist eine der ältesten durchgehend aktiven Orgelbaufirmen weltweit und kann mittlerweile auf eine 170-jährige Tradition zurückblicken und, damit verbunden, auf reiche Erfahrung bauen. Während dieser langen Zeit haben mehr als 2000 Instrumente unterschiedlicher Art und Größe die Firma verlassen, und viele davon finden sich in prominenten Kathedralen, Kirchen, Konzerthallen, Konservatorien und Musikhochschulen auf der ganzen Welt wieder. Die Firma wurde 1845 von Franz Rieger im vormaligen Jägerndorf (heute Krnov in der Tschechischen Republik) gegründet und war bis 1924 über drei Generationen im Besitz der Familie Rieger. Nach dem unverhofften Tod von Otto Rieger übernahm der damalige Betriebsleiter Josef von Glatter Götz die Leitung der Geschäfte. Nach den Wirren des Krieges und der damit verbundenen Vertreibung und Enteignung im Jahre 1946 ließen sich die Firmenleitung und eine Handvoll Mitarbeiter in Schwarzach im Westen Österreichs nieder, wo sie unter sehr eingeschränkten Bedingungen wieder mit dem Bau und der Restauration von Orgeln begannen. Nach drei Generationen im Familienbesitz Glatter-Götz übernahm abermals der Betriebsleiter die Firma, dieses Mal in der Person von Orgelbaumeister Wendelin Eberle, der seit dem Jahre 2003 die Geschäfte der Firma lenkt. In dieser Zeit konnte der Belegschaftsstand relativ konstant zwischen 48 und 50 Mitarbeitern gehalten werden. Aktuell beschäftigt die Firma Rieger sogar 60 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma vor 170 Jahren hat sich die Kunst und der Stil Orgeln zu bauen mehrfach verändert und wurde immer wieder dem musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Das gilt auch für die Instrumente unseres Hauses. Einige Aspekte haben sich aber über die ganze Zeit gehalten, wie z.B. die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, aber auch die Tatsache, dass Rieger sich immer sehr innovativ bei technischen Entwicklungen gezeigt hat, ja nicht selten sogar führend darin war. Diese Tradition wird auch heute noch fortgeführt und spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des eigenen elektrischen Setzersystems für Orgeln wieder, dem sogenannten REA-System (Rieger Electronic Assistant). Als wohl eine der ganz wenigen Firmen weltweit kann Rieger somit auf eine hauseigene Fertigungstiefe von annähernd 100% verweisen. Neben einer größeren Anzahl von kleineren und mittelgroßen Orgelprojekten unterschiedlichster Stilistik war es uns gegönnt, unser Können und unsere künstlerische Qualität auch bei einigen der wichtigsten großen internationalen Orgelprojekte der letzten Jahre unter Beweis stellen zu dürfen. So z.B. im Dom St. Peter zu Regensburg, im Hohen Dom zu Essen, in der staatlichen Philharmonie Bratislava, im Musikverein Wien (Goldener Saal), in der Sungrak Church in Seoul oder in der St. Michaelskirche in München. Die eben erst geweihten Orgeln in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Basilika of all Nations in Gethsemane sowie die derzeit im Bau befindliche Orgel für die neue Philharmonie de Paris führen diesen Weg konsequent weiter. Nun aber zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

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Wendelin Eberle

Hofsteigstraße 120

A-6858 Schwarzach/Österreich

www.rieger-orgelbau.com

 

 

Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Bissingen (Württemberg) lernt 1853–58 das Orgelbauhandwerk bei seinem Bruder Christoph Ludwig Goll in Kirchheim u. Teck. Nach seinen Wanderjahren u.a. in Paris und England arbeitet er bei Friedrich Haas, einem der bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. 1868 übernimmt Friedrich Goll die Haas’sche Werk- statt in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichen eine kontinuierliche Vergrösserung des Betriebes bis auf ca. 70 Angestellte (um 1910). Bis 1895 werden mechanische Kegelladen gebaut, danach pneumatische Systeme nach eigenem Patent. 1905 übernehmen die Söhne Karl und Paul das Geschäft und führen es durch eine bewegte Zeit bis zum international gefeierten Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg (IV, 135 Reg., 1926). 1928 wird die Aktiengesellschaft gegründet mit den Teilhabern Paul Goll (techn. Direktor) und dem Intonateur Wilhelm Lackner. 1955 stirbt Paul, sein Sohn Friedrich steigt in dritter Generation in die Fussstapfen seines Vaters. Nach dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll übernehmen Beat Grenacher und Jakob Schmidt 1972 die traditionsreiche Luzerner Orgelbaufirma. Beat Grenacher widmet sich dem klanglichen Bereich von der Mensurierung bis zur Intonation. Mit langjähriger Erfahrung und minutiösem handwerklichem Geschick gelingt es immer wieder, die einzelnen Klangnuancen des Instruments an die Gegebenheiten des Raumes anzupassen und ein in sich geschlossenes Klangbild zu erschaffen. Jakob Schmidt ist der Entwerfer und Konstrukteur mit feinsinnigem Gespür für die Proportionen und übersprudelnder Phantasie für spannungsvolle Orgelprospekte. Oberstes Ziel ist es, den Orgelspielern ein Höchstmass an Sensibilität für eine differenzierte Spielart zu ermöglichen. Durch Studien an historischen Instrumenten und Weiterentwicklungen von verschiedenen Einzelteilen wird eine rein mechanische Tontraktur auch bei großen Instrumenten (bis ca. 65 Register) und höchsten Qualitätsanforderungen realisierbar. Im Frühling 1998 stirbt Jakob Schmidt nach schwerer Krankheit. Ab 1999 sind Beat Grenacher und Simon Hebeisen Geschäftspartner des Betriebs mit 15 Mitarbeitern. Simon Hebeisen kehrt nach seinen Wanderjahren und einer Innenarchitektur-Zusatzausbildung zurück in die Lehrfirma und widmet sich seither hauptsächlich den Bereichen Konzeption, Prospektentwurf und Detailgestaltung der Instrumente. Seit 2009 wirkt Beat Grenacher eher im Hintergrund und steuert seine reiche Erfahrung im Bereich der Mensuration und Intonation bei, während Simon Hebeisen den Betrieb leitet. Als Lehrbeauftragter an der Schweizerischen Fachschule für Orgelbau und Experte bei den Lehrabschlussprüfungen engagiert er sich für die Ausbildung von jungen Orgelbauern und wirkt als Dozent an den Musikhochschulen Zürich und Luzern (Fach Orgelkunde). Während den letzten gut 40 Jahren haben über 90 Instrumente die Luzerner Werkstatt verlassen, vom transportablen Continuo-Positiv bis zur viermanualigen Konzertsaal-Orgel. Neben dem Neubaubereich gehören Unterhalt und Stimmungen von gut 250 Instrumenten ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln. 2018 feierte Orgelbau Goll das 150-jährige Firmen-Jubiläum.

 

ORGELBAU GOLL AG

Simon Hebeisen

Tribschenstrasse 30

CH-6005 Luzern/Schweiz

www.goll-orgel.ch

 

 

Im Mainzer Dom erklingt bereits seit sieben Jahrhunderten Orgelmusik zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes, nun ist ein Domorgelneubau dringend notwendig geworden. Um dabei die Qualität des Instruments mit der kunsthistorischen und liturgischen Bedeutung der altehrwürdigen Jahrtausendkathedrale in Einklang bringen zu können, haben Spezialisten verschiedener Disziplinen seit vielen Jahren über einen Neubau der Domorgelanlage nachgedacht. Nach zahlreichen Entwürfen, Symposien, Akustikgutachten, Klangproben und mehrstufigen Wettbewerben konnte sich schließlich das Konsortium der international renommierten Orgelbauwerkstätten Rieger (Vorarlberg/Österreich) und Goll (Luzern/Schweiz) durchsetzen.

Bereits um 1630, als es nachweislich vier Orgeln an unterschiedlichen Stellen des Domes gab, wusste man, dass eine Beschallung des doppelchörigen, fünfschiffigen Martinsdoms von lediglich einem Standort aus nicht zufriedenstellend möglich sein kann. Folgerichtig sieht auch das sukzessive Erneuerungskonzept ein mehrteiliges Orgelwerk an den Standorten Westchor, Marienkapelle und Ostchor unter Wiederverwendung des erhaltenen Registerbestands der Domorgel von 1928 und Aufgabe der Erweiterungsbauten der 1960er Jahre vor. Durch klare Zuweisungen von Anforderungs- und Aufgabenprofilen haben sich ferner Dispositionen für gleichsam starke wie unterschiedliche musikalische Charaktere ergeben, die sich zugleich für das raumfüllende Ganze in idealer Weise zu ergänzen wissen.

So wird es erstmalig in der tausendjährigen Geschichte des Mainzer Doms möglich sein, eine optimale Führung des Gemeindegesangs zu gewährleisten, die traditionsreichen Domchöre kompromisslos zu unterstützen und das Stundengebet im Ostchor würdig gestalten zu können. Auch für literarisches Orgelspiel und Improvisation unterschiedlichster stilistischer Ausrichtung werden ideale Voraussetzungen geschaffen: Im Zusammenspiel der Orgeltrias wird ein Orgelklang erlebbar sein, der an Farbenreichtum international seines Gleichen sucht, der der musikalischen Vorbildfunktion der Mutterkirche des altehrwürdigen (Erz-) Bistums Mainz gerecht werden kann und der die „Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ (Vaticanum II) vermag. Ein Jahrhundertprojekt, das Sie mitgestalten können: Werden Sie Pate!

 

Die Firma Rieger-Orgelbau ist eine der ältesten durchgehend aktiven Orgelbaufirmen weltweit und kann mittlerweile auf eine 170-jährige Tradition zurückblicken und, damit verbunden, auf reiche Erfahrung bauen. Während dieser langen Zeit haben mehr als 2000 Instrumente unterschiedlicher Art und Größe die Firma verlassen, und viele davon finden sich in prominenten Kathedralen, Kirchen, Konzerthallen, Konservatorien und Musikhochschulen auf der ganzen Welt wieder. Die Firma wurde 1845 von Franz Rieger im vormaligen Jägerndorf (heute Krnov in der Tschechischen Republik) gegründet und war bis 1924 über drei Generationen im Besitz der Familie Rieger. Nach dem unverhofften Tod von Otto Rieger übernahm der damalige Betriebsleiter Josef von Glatter Götz die Leitung der Geschäfte. Nach den Wirren des Krieges und der damit verbundenen Vertreibung und Enteignung im Jahre 1946 ließen sich die Firmenleitung und eine Handvoll Mitarbeiter in Schwarzach im Westen Österreichs nieder, wo sie unter sehr eingeschränkten Bedingungen wieder mit dem Bau und der Restauration von Orgeln begannen. Nach drei Generationen im Familienbesitz Glatter-Götz übernahm abermals der Betriebsleiter die Firma, dieses Mal in der Person von Orgelbaumeister Wendelin Eberle, der seit dem Jahre 2003 die Geschäfte der Firma lenkt. In dieser Zeit konnte der Belegschaftsstand relativ konstant zwischen 48 und 50 Mitarbeitern gehalten werden. Aktuell beschäftigt die Firma Rieger sogar 60 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma vor 170 Jahren hat sich die Kunst und der Stil Orgeln zu bauen mehrfach verändert und wurde immer wieder dem musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst. Das gilt auch für die Instrumente unseres Hauses. Einige Aspekte haben sich aber über die ganze Zeit gehalten, wie z.B. die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, aber auch die Tatsache, dass Rieger sich immer sehr innovativ bei technischen Entwicklungen gezeigt hat, ja nicht selten sogar führend darin war. Diese Tradition wird auch heute noch fortgeführt und spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des eigenen elektrischen Setzersystems für Orgeln wieder, dem sogenannten REA-System (Rieger Electronic Assistant). Als wohl eine der ganz wenigen Firmen weltweit kann Rieger somit auf eine hauseigene Fertigungstiefe von annähernd 100% verweisen. Neben einer größeren Anzahl von kleineren und mittelgroßen Orgelprojekten unterschiedlichster Stilistik war es uns gegönnt, unser Können und unsere künstlerische Qualität auch bei einigen der wichtigsten großen internationalen Orgelprojekte der letzten Jahre unter Beweis stellen zu dürfen. So z.B. im Dom St. Peter zu Regensburg, im Hohen Dom zu Essen, in der staatlichen Philharmonie Bratislava, im Musikverein Wien (Goldener Saal), in der Sungrak Church in Seoul oder in der St. Michaelskirche in München. Die eben erst geweihten Orgeln in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Basilika of all Nations in Gethsemane sowie die derzeit im Bau befindliche Orgel für die neue Philharmonie de Paris führen diesen Weg konsequent weiter. Nun aber zusammen mit der Fa. Goll die Verantwortung für den Bau der neuen Orgel im „1000jährigen Dom“ St. Martin in Mainz anvertraut zu bekommen stellt zweifellos den Höhepunkt unserer Firmengeschichte dar.

 

Rieger-Orgelbau

Wendelin Eberle

Hofsteigstraße 120

A-6858 Schwarzach/Österreich

www.rieger-orgelbau.com

 

 

Friedrich Goll (1839–1911), geboren in Bissingen (Württemberg) lernt 1853–58 das Orgelbauhandwerk bei seinem Bruder Christoph Ludwig Goll in Kirchheim u. Teck. Nach seinen Wanderjahren u.a. in Paris und England arbeitet er bei Friedrich Haas, einem der bedeutendsten Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. 1868 übernimmt Friedrich Goll die Haas’sche Werk- statt in Luzern. Die Qualität seiner Instrumente und sein hervorragender Ruf ermöglichen eine kontinuierliche Vergrösserung des Betriebes bis auf ca. 70 Angestellte (um 1910). Bis 1895 werden mechanische Kegelladen gebaut, danach pneumatische Systeme nach eigenem Patent. 1905 übernehmen die Söhne Karl und Paul das Geschäft und führen es durch eine bewegte Zeit bis zum international gefeierten Bau der grössten Orgel der Schweiz in der Klosterkirche Engelberg (IV, 135 Reg., 1926). 1928 wird die Aktiengesellschaft gegründet mit den Teilhabern Paul Goll (techn. Direktor) und dem Intonateur Wilhelm Lackner. 1955 stirbt Paul, sein Sohn Friedrich steigt in dritter Generation in die Fussstapfen seines Vaters. Nach dem tragischen Unfalltod von Friedrich Goll übernehmen Beat Grenacher und Jakob Schmidt 1972 die traditionsreiche Luzerner Orgelbaufirma. Beat Grenacher widmet sich dem klanglichen Bereich von der Mensurierung bis zur Intonation. Mit langjähriger Erfahrung und minutiösem handwerklichem Geschick gelingt es immer wieder, die einzelnen Klangnuancen des Instruments an die Gegebenheiten des Raumes anzupassen und ein in sich geschlossenes Klangbild zu erschaffen. Jakob Schmidt ist der Entwerfer und Konstrukteur mit feinsinnigem Gespür für die Proportionen und übersprudelnder Phantasie für spannungsvolle Orgelprospekte. Oberstes Ziel ist es, den Orgelspielern ein Höchstmass an Sensibilität für eine differenzierte Spielart zu ermöglichen. Durch Studien an historischen Instrumenten und Weiterentwicklungen von verschiedenen Einzelteilen wird eine rein mechanische Tontraktur auch bei großen Instrumenten (bis ca. 65 Register) und höchsten Qualitätsanforderungen realisierbar. Im Frühling 1998 stirbt Jakob Schmidt nach schwerer Krankheit. Ab 1999 sind Beat Grenacher und Simon Hebeisen Geschäftspartner des Betriebs mit 15 Mitarbeitern. Simon Hebeisen kehrt nach seinen Wanderjahren und einer Innenarchitektur-Zusatzausbildung zurück in die Lehrfirma und widmet sich seither hauptsächlich den Bereichen Konzeption, Prospektentwurf und Detailgestaltung der Instrumente. Seit 2009 wirkt Beat Grenacher eher im Hintergrund und steuert seine reiche Erfahrung im Bereich der Mensuration und Intonation bei, während Simon Hebeisen den Betrieb leitet. Als Lehrbeauftragter an der Schweizerischen Fachschule für Orgelbau und Experte bei den Lehrabschlussprüfungen engagiert er sich für die Ausbildung von jungen Orgelbauern und wirkt als Dozent an den Musikhochschulen Zürich und Luzern (Fach Orgelkunde). Während den letzten gut 40 Jahren haben über 90 Instrumente die Luzerner Werkstatt verlassen, vom transportablen Continuo-Positiv bis zur viermanualigen Konzertsaal-Orgel. Neben dem Neubaubereich gehören Unterhalt und Stimmungen von gut 250 Instrumenten ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln. 2018 feierte Orgelbau Goll das 150-jährige Firmen-Jubiläum.

 

ORGELBAU GOLL AG

Simon Hebeisen

Tribschenstrasse 30

CH-6005 Luzern/Schweiz

www.goll-orgel.ch