Seit jeher hat der Mainzer Dom unterschiedlichste Funktionen zu erfüllen. In seiner 1000-jährigen Geschichte war er Bischofs-, Stifts-, Pfarr-, Begräbnis- und Krönungskirche. Als Zentrum der einst größten und bedeutendsten Kirchenprovinz außerhalb Roms gibt er ein einzigartiges Zeugnis wechselvoller Geschichte ab.

Teil dieser Geschichte ist die Orgelmusik, die nun bereits seit rund 700 Jahren wesentlich dazu beiträgt, die vielfältigen Gottesdienstformen an der Kathedrale zur größeren Ehre Gottes und zur Freude der Menschen zu bereichern: Schließlich spricht das Vaticanum II im Allgemeinen der Orgel expressis verbis die Fähigkeit zu, "die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben" - so ist sie Sinnbild des Göttlichen und Brücke zur Transzendenz.

Mit dieser Aufgabe betraut und ihrem Anspruch in besonderer Weise verpflichtet, darf die Domorgel im Wahrzeichen der Medienstadt am Rhein auch heute einen exponierten Stellenwert einnehmen. Sie gehört zu den kompliziertesten Orgelanlagen Europas und ist in ihrer konzeptionellen Anlage sicherlich einzigartig. Ihre 7986 Pfeifen verteilen sich auf sieben unterschiedliche Standorte der monumentalen, doppelchörigen Basilika. Der sechsmanualige Spieltisch bietet dem Organisten die Möglichkeit, wie ein Dirigent eines großen Sinfonieorchesters mit den Klangfarben der 114 verschiedenen Register interpretierend-gestalterisch zu agieren. Da sich die Domorgel jedoch klanglich wie technisch heute auf einem nahezu unveränderten Nachkriegsstand der 1960er Jahre befindet, ist ein Spiel nach künstlerischen Qualitätskriterien eine große Herausforderung und lässt meist Wünsche offen. Umso mehr freut es mich, dass derzeit dank eines Beschlusses des Bischöflichen Domkapitels ein Wettbewerb zur grundlegenden Neuordnung der Domorgelsituation durchgeführt werden darf.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, all jenem auf den folgenden Internetseiten auf die Spur zu gehen. In der Hoffnung, Sie über Ihren virtuellen Besuch hinaus auch bei einem der nächsten Gottesdienste oder Konzerte - z. B. im Rahmen der ORGEL-matinées im - "offline" begrüßen zu dürfen, danke ich für Ihre Aufmerksamkeit und grüße Sie herzlich!

Ihr

Daniel Beckmann

Domorganist

 

 
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